
Aus dem Uckermarkkurier vom 18. September 200, Bericht S. 18
Uckermark (os). Der Tourismus in der Uckermark bringt rund 241 Millionen Euro Bruttoumsatz pro Jahr und zählt damit zu den zentralen Umsatzbringern und Arbeitgebern in der Region. Rund 7540 Personen können ihren Lebensunterhalt durch den Tourismus bestreiten. Zu diesen Ergebnissen kommt eine von der ift Freizeit und Tourismusberatung GmbH erarbeitete Studie, die von Projektleiterin Anette Seidel am Dienstag vorgestellt wurde.
Insgesamt verzeichnete die Uckermark im Jahr 2007 rund 8,6 Millionen Aufenthaltstage. Die mit Abstand größte Besuchergruppe in der Uckermark sind Tagesgäste mit einem Volumen von 5,5 Millionen. Die weiteren 3,1 Millionen Besucher sind Übernachtungsgäste. Von besonderer Bedeutung sind die Übernachtungen der Gäste in den Privatwohnungen von Verwandten und Bekannten. Mehr als 50 Prozent aller Übernachtungen (1,8 Millionen) entfallen auf den sogenannten „Sofatourismus“. Diese Besuche bieten ein interessantes Potenzial für die gewerblichen Beherbergungsbetriebe, die mit 711 000 Übernachtungen an zweiter Stelle stehen.
Die Multiplikation der Anzahl der Gäste mit ihren Tagesausgaben ergibt den Bruttoumsatz. Dieser hat sich seit 1998 fast verdoppelt und beträgt in der Uckermark 2007 rund 241 Millionen Euro. Nach Abzug von Steuern und Vorleistungen ergibt sich ein Beitrag zum Volkseinkommen von 117,4 Millionen Euro, was einem Anteil von 5,5 Prozent entspricht. Das bedeutet: 5,5 Cent jedes verdienten Euros in der Uckermark kommt aus dem Tourismus. 1998 waren es noch 3, 5 Cent.
Auf Basis der Umsatzeffekte lassen sich rund 7540 Personen errechnen, die ihren Lebensunterhalt durch den Tourismus bestreiten können. Aufgrund der Vielzahl von Teilzeit- und Saisonkräften liegt die tatsächliche Zahl der im Tourismus tätigen Personen deutlich höher. Darüber hinaus fließen aus dem
Tourismus jährlich mindestens 4,2 Millionen Euro in den kommunalen Haushalt.
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