Die Uckermark auf dem Weg zur Exportregion. Die Lychner Haro Fleisch- und Wurstspezialitäten GmbH bahnt den Export von Wurst nach Skandinavien an. 
In seinem Betrieb in Lychen will der Geschäftsführer Michael Mull ab nächstem Jahr verschiedene Sorten Bockwurst sowie Wiener Würstchen und Party-Würstchen nach schwedischem Rezept herstellen, die dann an die drei größten Supermärkte in Schweden geliefert werden sollen.
Am Montag besuchten dazu Gerry und Susanne Hansson die Uckermark, um mit dem Lychener Unternehmer Details für die künftige Zusammenarbeit zu besprechen. Michael Mull führte die beiden durch die Betriebshalle im Gewerbegebiet.
Warum man sich für diesen Standort entschieden hat? Nach Aussagen der schwedischen Vertretung sei die deutsche Qualität bei der Herstellung sehr viel besser. In Deutschland könne in hoher Qualität produziert werden, aber zu niedrigen Preisen. Schon seit einer ganzen Weile suchten er und seine Frau Susanne, Chefin der Firma Bergstens & Hansson AP, nach einem Qualitätsbetrieb mit der richtigen Größe und nah an der schwedischen Grenze. Der Lychner Betrieb sei ihm von einem Kollegen empfohlen worden.
Bis zu zu zehn Tonnen Wurst pro Woche, vor Feiertagen drei bis vier Mal so viel, sollen in Lychen produziert werden. Sollte der Auftrag zustande kommen, müssten nach Aussagen des Geschäftsführers Mull noch mindestens 10 Leute eingestellt werden.
Die Entscheidung für eine Zusammenarbeit werde in den nächsten Wochen fallen.
Mit diesem Beispiel ist belegt, dass die Region durchaus mit Standortvorteilen im Wettbewerb um Investoren punkten kann. Diese positiven Beispiele sollten aufgegriffen werden und in einer gezielten Wirtschaftsförderung umgesetzt werden. Damit würden die teilweise sehr einseitigen Förderstrategien ergänzt und die wirtschaftliche Entwicklung in der Region stabilisiert werden.


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