Wandern und Rueckkehren – Templiner Geschichte
Warum wandern Menschen aus Templin/ der Uckermark ab? Wohin gehen Sie? Was bewegt Sie dazu, doch wieder in ihre Heimat zurück zu kehren?

Abwanderung ist ein Thema, das seit fast zwei Jahrzehnten unsere Region in dramatischer Weise betrifft. Jeder von uns hat Bekannte oder Verwandte, die „Weggegangen“ sind. Vor allem junge Menschen mit guter Bildung wandern in den Westen ab, kurbeln dort den Wohlstand an und gründen dort ihre Familien. Sie fehlen uns hier vor Ort als wichtiger Teil der Gesellschaft. Wir Zurückgebliebenen werden schnell weniger und schnell älter.
Die Heimatverbundenheit der meisten bleibt über die Zeit bestehen. Einige der Weggezogenen kehren sogar zurück. Ausgestattet mit wertvollem Wissen und Erfahrungen, bereichern sie unsere Stadt auf vielfältige Art und Weise. Enthusiasmus, kreative Ideen, Selbstständigkeit und ein anderer Blickwinkel auf die Dinge wirken weiter, als nur auf das nähere Umfeld. Und als alte Hasen fällt es ihnen nicht schwer wieder zu Hause anzukommen. Rückwanderung ist ein dynamischer Faktor für die Stadt Templin und die Region, den wir fördern müssen.
Wie in einer Studie der Universität Magdeburg-Stendal zum Abwanderungsverhalten in den neuen Bundesländern herausgefunden wurde, ist die Rückkehrbereitschaft der Abgewanderten tatsächlich erstaunlich hoch, denn die Entscheidungen zu Abwanderung und Rückkehr sind nicht nur arbeitsmarktabhängig. Sie werden auch von „weichen“ Standortfaktoren, persönlichen Bindungen und Vorlieben der wandernden Person beeinflusst. Rückwanderung wird zum Beispiel gefördert, indem die Beziehungen zur Heimat aufrechterhalten werden: Lebendige Netzwerke sind die Voraussetzung dafür.
In biografischen Interviews befragen wir, Rückkehrer zu ihren Beweggründen und Erfahrungen. Wir wollen wissen warum sie die Ferne gesucht haben und was sie dazu bewegt hat zurück zu kehren. Wir interessieren uns dafür, wie es ihnen heute geht und was sie von der Zukunft erwarten. Wir versprechen uns von dieser Befragung Anregungen dazu, wie man noch mehr ehemalige Templiner und Uckermärker zur Rückkehr bewegen kann. Wie können Beziehungen aufrechterhalten werden und welche positiven Impulse ergeben sich durch die Rückkehrer für die Stadt Templin. Und nicht zuletzt, was kann die Stadt tun, um ihre Einwohner zu halten.
Für das Projekt suchen wir laufend Interviewpartner, die wir befragen können. Wenn Sie zu den Rückkehrern gehören und uns Ihre Geschichte erzählen möchten, nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Wir freuen uns auf Sie.
- Ein Projekt des Vereins „Zuhause in Brandenburg“ -
Ariane Böttcher
email: Schreiban(at)Zuhause-in-Brandenburg.de
Tel: 0172 8787 545
www.Zuhause-in-Brandenburg.de


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