Am Wochenende ging es in die fünfte Runde der traditionellen Prenzlauer Energiemesse. Agrar- und Umweltstaatssekretär Dietmar Schulze bezeichnete (in Vertretung von Messe-Schirmherr Ministerpräsident Matthias Platzeck) die Veranstaltung als richtige Antwort auf die klimapolitischen Herausforderungen. Insgesamt präsentierten sich 40 Unternehmen, Verbände, Bildungseinrichtungen mit ihren Ideen und Konzepten.
Begleitet wurde die Messe von einem wenig rühmlichen Umgang zwischen der Bürgerinitiative “Rettet die Uckermark“, den Organisatoren der Messe und der Stadtverwaltung Prenzlau. Nachdem Bürgermeister der Stadt Prenzlau Hans-Peter Moser im Vorfeld der Veranstaltung öffentlich darauf hingewiesen hatte, dass noch Messestände frei wären, bemühte sich die Initiative um einen Stand. Hier sollte auf die sozialen Folgen eines weiteren Ausbaus der Windenergie in der Uckermark hingewiesen werden. “Rettet die Uckermark” erhielt von den Organisatoren allerdings eine Absage mit der offiziellen Begründung, die Messe sei bereits überbelegt. Darauf wurde eine Protestaktion vor der Uckerseehalle während der Messe geplant. Die Stadt erteilte dazu allerdings keine Genehmigung.
Zwar wird die Messe von den Energieunternehmen zum großen Teil finanziert wird, letztlich sind aber auch die Stadt, der Landkreis und das Land Brandenburg beteiligt. Es kann also keine reine Lobbyveranstaltung sein. Die Messe leistet einen wichtiger Beitrag für den richtigen Weg, den Brandenburg und die Uckermark im Bereich der regenerativen Energien eingeschlagen haben. Allerdings müssen, die hier lebenden Menschen in den Prozess einbezogen werden. Kritik und Bedenken müssen berücksichtigt und ausgeräumt werden. In diesem Fall könnte man tatsächlich den Eindruck gewinnen, das Kritiker bewusst ausgeladen wurden.
Quelle: Uckermarkkurier 20.04.09 und MOZ 20.04.09


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