Seit seiner Gründung habe Enertrag rund eine Milliarde Euro investiert, 440 eigene Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 720 Megawatt (MW) drehen sich für das Energieunternehmen und produzieren etwa 1,5 Milliarden Kilowattstunden Strom im Jahr. Geplant sei die Installation weiterer 1000 Anlagen. 1100 Anlagen betreue man im Service (zum Vergleich: etwa 24 000 stünden deutschlandweit). Der Jahresumsatz liege bei 250 Millionen Euro und werde von 395 Mitarbeitern, davon 170 im Service und ein Drittel in Planung und Entwicklung, erbracht. 19 Azubis (95 Prozent aus der Region) erhalten bei Enertrag eine Ausbildung. Alle Lehrlinge, die im vergangenen Jahr ihre Lehre abschließen konnten, habe man übernehmen können.
Das Unternehmen agiere mittlerweile nicht nur in Deutschland, sondern auch in Frankreich, England, Polen, Bulgarien. Verhandlungen liefen mit der Ukraine. Enertrag habe die erste Off-Shore-Ausschreibung in Frankreich gewonnen. Auch an der Nordsee hoffen die Dauerthaler ein solches Projekt endlich umsetzen zu können, das bereits seit 2004 genehmigt sei, dessen Realisierung sich angesichts der hohen Investitionssumme aber kompliziert gestaltete.
Große Bemühungen stecke das Unternehmen in die Erhöhung der Akzeptanz der Anlagen. In Nadrense wolle man das erste Windrad mit einem Radarsystem erproben, das nur dann leuchte, wenn Flugzeuge sich auf fünf Kilometer näherten. So müssten in absehbarer Zeit die Anlagen nicht mehr dauernd blinken.
Quelle: Uckermark Kurier vom 07.10.2009
Vortrag des Jens Christensen Enertrag Projektleiter Deutschland beim gestrigen Unternehmertreffen des Bundesverbandes Mittelständische Wirtschaft e.V. in der Uckermark
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