Der Herausforderer der SPD Wolfgang Seyfried hat seine Kandidatur für die Bürgermeisterwahl bereits vor einem Jahr bekannt gegeben. Seyfried ist seit vielen Jahren im Sozialbereich tätig. Er selbst benennt seine Stärke im Verhandlungsgeschick unter schwierigen Rahmenbedingungen.
Was sind ihre persönlichen Motive für das Bürgermeisteramt zu kandidieren?
Im Jahr 1989 habe ich maßgeblich im Neuen Forum in Templin mitgewirkt. Der Start in diese politische Arbeit war der Sorge geschuldet, dass Reformprozesse wie 1968 in Prag oder 1989 in Peking mit Gewalt unterdrückt werden. Nach zwanzig Jahren ehrenamtlicher Kommunalpolitik sehe ich die Notwendigkeit, diesen Weg nun auch hauptberuflich in Verantwortung für Templin zu gehen.
Was bringen sie in das Amt ein? Was wäre ihre persönliche Note?
Ich bringe die kommunalpolitische Erfahrung aus der Tätigkeit als ehrenamtlicher Bürgermeister einer kleinen Gemeinde (bis zur Gemeindegebietsreform), als Mitglied im Kreistag (Templin und nun Uckermark) und als Regionalrat (Barnim-Uckermark) ein. Ich bringe meine Erfahrung aus 23 jähriger Leitungstätigkeit in einem Unternehmen der Sozialwirtschaft und neben Qualifikationen im Bereich Wirtschaft/Verwaltung und Sozialarbeit/Sozialpädagogik einen Abschluss für die Leitung größerer Organisationen (Master of Arts – Sozialmanagement) ein. Insbesondere die Bereitschaft zum Dialog und zur Erarbeitung von Kompromissen auch bei schwierigen Rahmenbedingungen dürfte als persönliche Note für die Zusammenarbeit mit Bürgerschaft, Stadtverordneten und Stadtverwaltung erkennbar werden.
Was sind ihre Ziele als Bürgermeister? Was wollen sie verändern? Was wollen sie beibehalten? Welche Projekte würden sie angehen?
Die Stadt Templin hat in den vergangenen Jahren eine gute Entwicklung genommen und sich als Perle der Uckermark profiliert. Dies ist der Leistung vieler Einzelpersonen, Gruppen, Vereinen und dem Zusammenwirken der Parteien in der SVV im Interesse der Stadt zu verdanken. Viele Ressourcen sind vorhanden, an diese will ich anknüpfen. Das gemeinsame Wirken von Templin in örtlich unterschiedlicher Ausprägung als städtische und ländliche Region will ich befördern. Templin soll als das Tourismuszentrum nördlich Berlins einen Namen haben und über die eigene Stadtgrenze hinaus gemeinsam mit den angrenzenden Gemeinden die Region stärken und entwickeln. Die Tourismuswirtschaft, die Sozialwirtschaft und weitere Dienstleistungsunternehmen prägen den Arbeitsmarkt. Land- und Forstwirtschaft, kleinteilige Industrie, Handel und Gewerbe sind weitere Säulen. Die zielgerichtete Einbindung der kommunalen Unternehmen in dieses Wirtschaftsgeflecht ist in gegenseitigem Interesse weiter zu entwickeln. Auch der über die Kreisgrenzen hinaus bekannten Kultur- und Bildungsstandort Templin ist zu nennen. All diese Unternehmen mit ihren Arbeitsplätzen und ihrem guten Ruf sind Aushängeschilder der Stadt. Dies für Templin zu erhalten und zu stärken halte ich für eine wichtige Aufgabe der Stadtpolitik und so als einen Schwerpunkt meiner zukünftigen Arbeit.
Wie wollen sie ihre Ziel als Bürgermeister umsetzen?
Eine langfristig orientierte und solide Finanzpolitik soll wieder Handlungsfähigkeit außerhalb der Pflichtaufgaben eröffnen. Die Stadtverwaltung soll auf dem Weg zu einem effizienten und bürgernahen Dienstleistungsunternehmen unter meiner Leitung die nächsten Schritte gehen können und Kooperationen mit Nachbarkommunen weiterentwickeln.
Wie sehen ihre Visionen für die Stadt Templin aus?
Für die bessere Einbeziehung der Bürgerschaft sollen Foren geschaffen werden und ich wünsche mir, dass diese von den Bürgerinnen und Bürgern auch genutzt werden. Die Chance der demokratischen Mitwirkung haben wir erkämpft – nun gilt es, sie zu nutzen. Dies passt zu meiner Vision von Templin, als Perle der Uckermark, geprägt von bürgerschaftlichem Engagement und Achtung untereinander.
Wir danken ihnen für das Interview und wünschen ihnen viel Erfolg bei der Wahl.
Mehr zu Wolfgang Seyfried erfahren sie unter www.wolfgang-seyfried.de
Mehr Informationen zur Wahl:
Bürgermeisterwahl Templin – André Rabe im Interview
Bürgermeisterwahl Templin – Detlef Tabbert im Interview
Bürgermeisterwahl Templin – Großes Interesse am Posten
Bürgermeisterwahl Templin – Bernd Zimdars im Interview

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