Die CDU schickt einen bekannten Kandidaten ins Rennen. Sie setzt auf Bernd Zimdars, der sich bereits bei der letzten Wahl um den Posten bewarb. Als alteingesessener Templiner hatte er bereits unterschiedliche Posten und Ämter im wirtschaftlichen und kommunalpolitischen Bereich inne, bei der er mit schwierigen Entscheidungen konfrontiert war.
Was sind ihre persönlichen Motive für das Bürgermeisteramt zu kandidieren?
Ich glaube, daß man ein politisches Amt nicht länger als 8 Jahre ausüben sollte, sonst besteht die Gefahr von Lethargie, Selbstherrlichkeit und Filz. In Templin ist es (nach 20 Jahren) Zeit für einen Wechsel. Ich bringe einige Voraussetzngen mit, um zu kandidieren.
Was bringen sie in das Amt ein? Was wäre ihre persönliche Note?
Das Besondere wäre die Gleichzeitigkeit von
a) persönlicher Verwurzelung
Ich bin in Templin geboren (wie meine Tochter und meine Enkeltochter), ich bin hier aufgewachsen und zur Schule gegangen (Goetheschule und heutige Waldschule), Templin ist – trotz mehrere beruflicher Ausflüge – seit nunmehr mehr als 50 Jahren mein Hauptwohnsitz und Mittelpunkt meines Lebens.
b) 20 Jahre kommulalpolitisches Engagement in Templin
Ich wurde erstmals 1990 in die Stadtverordnetenversammlung Templin gewählt, war seither Fraktionsvorsitzender, Finanzausschussvorsitzender, Aufsichtsratsmitglied WOBA und Fernwärme GmbH, Aufsichtsratsvorsitzender der NaturThermeTemplin GmbH.
c) wirtschaftliche Tätigkeit in Templin
Ich gründete mit einem Partner 1991 eine der ersten privaten Kapitalgesellschaften in Templin, die “Templiner Hotelgesellschaft mbH”, die erfolgreich das heutige Seehotel in den ersten Nachwendejahren betrieb. Ich leite seit Jahren ein Sachverständigenbüro für Immobilienbewertung in Templin. Ich führte von 2004 bis 2007 die Geschäfte der kommunalen Kurortentwicklungsgesellschaft mbH und der NaturThermeTemplin GmbH während der Zeit der wirtschaftlichen und baulichen Sanierung.
Was sind ihre Ziele als Bürgermeister? Was wollen sie verändern? Was wollen sie beibehalten? Welche Projekte würden sie angehen?
Es gibt viele Enzelprojekte, die vermutlich jeder neue Bürgermeister angehen würde. Mir geht es vornehmlich darum, den verschiedenen Gruppen, Firmen, Vereinen, Einzelpersonen, die sich auf die eine oder andere Art (auch kritisch) einbringen oder einbringen wollen, Gehör zu verschaffen, Ihnen das Gefühl zu geben, vom Bürgermeister der Stadt ernst genommen und gehört zu werden.
Wie wollen sie ihre Ziel als Bürgermeister umsetzen?
Mit Offenheit, Konsensbereitschaft, Ideenreichtum.
Was erwarten sie als Bürgermeister von den Einwohnern der Stadt Templin?
Ich denke, die Einwohner dürfen etwas von mir erwarten, nicht umgekehrt.
Wie sehen ihre Visionen für die Stadt Templin aus?
Templin als Marktführer Tourismus in der Uckermark und führendes Kurbad Brandenburgs. Templin als Dienstleistungsmetropole und Schulstandort. Templin als Stadt der Offenheit und Toleranz.
Wir danken ihnen für das Interview und wünschen ihnen viel Erfolg bei der Wahl.
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