Kröchlendorffer Gespräche
25. Mrz, 2012 von Falko Zurell
Am Freitag, den 23. März 2012, fand im Schloss Kröchlendorff nahe Prenzlau eine Gesprächsrunde zum Thema “Der demographische Wandel” statt, zu welcher unser Verein als Diskussionsteilnehmer eingeladen war.
Die Kröchlendorffer Gespräche sind eine Veranstaltungsreihe,
in der Akteure aus Politik, Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft der
Region zusammenkommen und den Gedankenaustausch suchen.
Hier finden Multiplikatoren eine Plattform,
um über wichtige Fragen der Entwicklung in der Region
im Nordosten Brandenburgs zu sprechen.http://www.schloss-kroechlendorff.com/

(© Rebecca Bugge )
Gegründet wurde diese Platform im Jahre 1998 von Uwe Schmidt (Vorstand Sparkasse Uckermark), Rainer Güttler und Markus Meckel und kann seit dem auf eine lange Reihe von interessanten Themen und Diskussionsrunden zurückblicken.
Am Freitag ging es um unser derzeitiges Hauptthema, den demografischen Wandel in der Region Uckermark und seine Auswirkungen bzw. um Wege ihm zu begegnen.
Zu Begin der Veranstaltung machte Frau Strodeur vom Landkreis Uckermark mit einigen Zahlen und Statistiken noch einmal die schon jetzt sichtbaren Folgen des demografischen Wandels deutlich: in den letzten 20 Jahren hat die Uckermark ca. 25% seiner Bevölkerung verloren. Ebenfalls alarmierend ist das Verhältnis von Männern/Frauen von 100/80. Immerhin hat die Region diese Herausforderungen schon länger auf der Agenda und versucht durch verschiedene Maßnahmen der Abwanderung entgegenzuwirken in dem die Attraktivität der Region gesteigert wird. Exemplarisch genannt wurden der Kombi-Bus und das Projekt LandZukunft.
Anschliessend berichteten Frau Wehrens, Bundesagentur für Arbeit, Netzwerk für Fachkräftesicherung Barnim-Uckermark, Herr Heinrich vom Akademischen Bildungsverein e.V. und Frau Hellwig von der Gesellschaft für Leben und Gesundheit, Eberswalde von ihren jeweiligen Erfahrungen im Umgang mit dem Fachkräftemangel. Speziell die Ausbildungssituation in der Uckermark spielte eine große Rolle. Wie auch schon bei der Auftaktveranstaltung zur 22. Frauenwoche des Landkreises Havelland festgestellt, mangelt es in Brandenburg vielerorts an qualitativ hochwertigen Ausbildungsmöglichkeiten. Die Unternehmen versuchen dem auf ihre Weise mit unterschiedlichen Förderprogrammen entgegenzuwirken.
In der anschliessenden Fragerunde erkundigte sich Markus Meckel (Außenminister a.D. , MdB 1990 – 2009) nach konkreten Anlaufstellen für Rück- und Zuwanderer in die Region. Unser Verein wurde in der Veranstaltung mehrfach exemplarisch mit seinem verschiedenen Rückkehrerprojekten genannt. Unser Vereinsmitglied Nadine Wunsch vom Landhaus Arnimshain konnte aus erster Hand über ihrer Erfahrungen sowohl als Rückkehrerin, als auch als regionaler Arbeitgeber berichten. Sie wies darauf hin, daß nicht nur Arbeitnehmer die vielbeschworene Flexibilität an den Tag legen müssen, sondern auch Arbeitgeber sich auf die veränderten Bedingungen einstellen müssen. Es müssen neue Wege beschritten werden qualifizierte Mitarbeiter zu finden und zu halten.



Hallo!
Meine güte was aus dem Schloss geworden ist ist ja wahnsinn. Ich war als Kind zur Kur da hieß es noch “Frohe Zukunft”, es war damals für mich richtig gruselig dort.
Aber nun ist ja ein Schmuckstück daraus geworden.
mfg Anne Schlicke
Ja das Schloß ist in der Tat schön. Übrigens ist das auch ein beliebter Ort für Hochzeiten.