Zum Schlagwort: Alternative Energien.

Windräder sind ein wichtiger Teil der Energiestrategie 2030 der Landesregierung Brandenburg. Von allen Parteien im Landtag wird Windenergie als Alternative zur Braunkohle-Verstromung gesehen. Windräder sind markante Bauten in der Landschaft, oft mehrere hundert Meter hoch. Riesige Rotoren werfen Schlagschatten in die Landschaft und surren fast ununterbrochen. Damit werden Windräder durch die Anwohner nicht selten als überaus störend und landschaftsverschandelnd gesehen.

In Brandenburg stehen derzeit mehr als 3000 Windkraftanlagen und liefern Strom ans Netz. Mit einer installierten Leistung von 4000 Megawatt Strom nimmt das Land damit Platz zwei nach Niedersachsen ein. Windräder in Brandenburg stehen vor allem in dünn besiedelten Regionen wie der Uckermark. Doch die Anlagen weiten sich aus und damit auch der Unmut der Anwohner über die Windkraftanlagen. Mittlerweile 20 Bürgerinitiativen haben sich an den Petitionsausschuss des Landtages gewandt. Hier werden unterschiedliche Fragen aufgeworfen. Werden überhaupt soviel Anlagen wie geplant benötigt oder wäre es nicht besser in die Speicherung von Energie zu investieren, als in immer neue Anlagen? Kritisiert wird ebenfalls, dass mit der Ausweitung der Windkraftanlagen, die nun auch in Waldgebieten aufgestellt werden können, die Landschaft unwiederbringlich zerstört wird. Darüber hinaus wird ein Mindestabstand zu Wohnanlagen von 3000 m gefordert, bisher ist lediglich ein Abstand von 1000 m einzuhalten.

Die Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen setzen innerhalb ihrer Strategie bis 2020 die Region Brandenburg/Berlin vollständig über erneuerbare Energien zu versorgen, auf Windenergie. Die ausgewiesenen Schutzgebiete sollen davon jedoch ausgenommen sein, allerdings sollen auch hier Ausnahmen möglich sein.

Der Wirtschaftsminister Brandenburgs Ralf Christophers bringt die Planungen auf eine einfache Formel: `Je schneller es gelingt durch regenerative Energien den Energiebedarf zu sichern, desto schneller kann auf fossile Brennstoffe verzichtet werden.` Um die Akzepttanz der Windkraftanlagen bei den Bürgern zu steigern, sollten diese frühzeitig in die Planung eingebunden werden. Mehr Beteiligung der Anwohner an den Gewinn solcher Anlagen scheint darüber hinaus mehr als sinnvoll. So konnten sich Privatanleger an zwei Anlagen in der Frehne in der Prignitz beteiligen, dafür winken bis zu sechs Prozent Gewinn im Jahr. Wie der zuständige Energiedienstleister bestätigt, war die Resonanz auf dieses Angebot in der Bevölkerung enorm.

Quelle: Uckermarkkurier 27.02.2012

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Das weltweit erste Hybridkraftwerk seiner Art wurde gestern in Prenzlau eingeweiht. Mit der Kopplung von Windkraft und Biogas soll zukünftig gewährleistet sein, dass überschüssige Energie aus der Windkraft in Form von Wasserstoff gespeichert werden kann und bei Flaute durch Biogas in Strom und Wärme umgewandelt wird. Enertrag als Betreiber der Anlage will damit zuverlässig Energie bei jeder Windlage liefern können. Das Kraftwerk wurde am Dienstag nach zweijähriger Bauzeit in Dauerthal bei Prenzlau in Betrieb genommen. Zukünftig sollen bis zu 9000 Haushalte mit Strom versorgt werden und zusätzlich Wasserstoff für fünf Tankstellen liefern.

Weitere Informationen unter:

www.enertrag.de

www.pnn.de

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Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck hat der Errichtung von unterirdischen Kohlenstofflagern, der sogenannten CCS-Technologie, bis auf Weiteres in Brandenburg eine Absage erteilt. Hintergrund ist eine Entscheidung des Bundestages von Anfang Juli zur unterirdischer Kohlendioxidspeicherung. Darin ist eine Ausstiegsklausel enthalten, die es einzelnen Bundesländern ermöglicht diese Technologie nicht umzusetzen. Platzeck kündigte an, es werde keinen Alleingang Brandenburgs geben, Brandenburg wird die Verpressung nicht erproben, wenn die eigentlichen Speicherländer aussteigen können. Genau diese Möglichkeit sieht das Gesetz vor. Der Bundesrat befasst sich im September mit dem Gesetz.

Auch wenn die Umweltverbände diesen Schritt begrüßen, warnen die aktiven Bürgerinitiativen,  die sich gegen die Einführung der Kohlendioxidverpressung einsetzen, vor allzu großem Optimismus. Die Bürgerinitiative “CO2-Endlager stoppen” will die Proteste aufrecherhalten, bis es gesetzliche Regelungen in Brandenburg gebe, die Kohlendioxiddeponien ausschließen.

Nach bisheriger Planung sollten in Ostbrandenburg bei Beeskow und Neutrebbin unterirdische CO2 Speicher eingerichtet werden. Dagegen haben sich heftige Proteste formiert. Unter anderem weil auf Grund der Bodenbeschaffenheit große Trinkwasserversalzungen in Teilen Brandenburgs, Berlin und in West-Polen befürchtet werden.

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Das die wirtschaftliche Zukunft der Uckermark in der Energiebranche zu suchen ist, ist bei den Uckermärkern selbst stark umstritten. Anbei ein interessanter Beitrag vom RBB Inforadio der aufklären will.

onsq0.jpg Uckermark: Energieregion mit Zukunft

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Kerkow ist ein kleines Dorf vor Angermünde und allenfalls bekannt durch sein gleichnamiges Gut. Kerkow will sich nun auf den Weg machen, Bioenergiedorf zu werden. Eine Initiativgruppe interessierter Kerkower gibt es bereits. Begleitet wird das Modellvorhaben vom Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin und von erfahrenen Experten der Uni Göttingen und der Fachhochschule Trier.

Bioenergiedorfer zeichnen sich vor allem dadurch aus, sich eigenständig mit Strom und Wärme aus Biomasse zu versorgen, die in der Umgebung heranwächst. Solche Dörfer, sind unabhängig von fossilen Brennstoffen und explodierenden Energiepreisen. Sie sind Bioenergiedörfer. 69 gibt es bereits bundesweit, die meisten in Baden-Württemberg und Bayern. Feldheim bei Treuenbrietzen ist das bisher einzige Bioenergiedorf in Brandenburg. In dem 145-Seelendorf Feldheim sind 35 der 37 Haushalte an die dorfeigene Wärme- und Stromversorgung angeschlossen.

“Den Auftakt machen Einwohnerversammlungen, in denen das Projekt vorgestellt, Erfahrungen bestehender Bioenergiedörfer vermittelt und die Bürger informiert und interessiert werden sollen. Der Saal im Kerkower Gutsspeicher war voll, als Professor Peter Schmuck von der Uni Göttingen und Jörg Böhmer von der Fachhochschule Trier das Projekt Bioenergiedorf erläuterten. Die Universität Göttingen hatte 1999 das Projekt Bioenergiedorf initiiert, bei dem ein Dorf modellhaft seine Strom- und Wärmeversorgung weitgehend auf Bioenergie umstellen sollte.

Die Voraussetzungen schätzen Schmuck und Böhmer in Kerkow als sehr gut ein. Es gibt einen interessierten Landwirt als Partner. Johannes Niedeggen betreibt bereits eine Biogasanlage, die Strom und Wärme liefert. Die Dorfstruktur ist relativ kompakt, damit weite und somit teure Leitungswege vermieden werden. Entscheidend ist jedoch, dass sowohl die Bewohner, die Land- und Forstwirte wie auch die kommunalen Vertreter von der Idee überzeugt sind.

In Kerkow gab es durchaus viele kritische Fragen der Bürger, vor allem zu anfallenden Investitionskosten, Stabilität der Energiepreise und zur Zuverlässigkeit der Energieversorgung aus Biomasse. Abhängig sind die Kosten unter anderem vom Anschlussgrad. Je mehr Haushalte sich beteiligen, desto günstiger wird es. Erfahrungen anderer Energiedörfer besagen, dass die Energiekosten um mindestens zehn bis 20 Prozent gegenüber Öl- oder Gasheizungen sinken.”

Quelle: MOZ 11.02.2011

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Das Land Brandenburg ist zum zweiten Mal nach 2008 als bestes Bundesland in punkto Erneuerbare Energien ausgezeichnet worden. Ministerpräsident Matthias Platzeck nahm in Berlin den „Leitstern“ 2010 der Agentur für Erneuerbare Energien entgegen. Platzeck kündigte in seiner Dankesrede an, dass Brandenburg das in der Energiestrategie verankerte Ziel, bis 2020 20 Prozent des Primärenergieverbrauchs aus Erneuerbaren Energien zu decken, aufstocken wird. Wörtlich sagte Platzeck: „Wir sind jetzt bei 16 Prozent. Und wir haben ein energisches Ziel: Wir schaffen 20plus bei den Erneuerbaren! Brandenburg schafft mehr für den Klimaschutz.“

Quelle: brandenburg.de

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ADI eine Abkürzung für wirtschaftliche Leistungskraft und eines der wichtigsten Globalisierungsindikatoren; ADI steht für Auslandsdirektinvestitionen (oder auch FDI – Foreign Direct Investor) . Brandenburgs größter Direktinvestor im Ausland wird aller Voraussicht nach, die in der Uckermark ansässige Firma Enertrag. Nach Angaben der brandenburgischen Staatskanzlei in Potsdam wird Windanlagenbauer Enertrag für insgesamt 250 Millionen Euro bis 2015 den ersten Windpark Weißrusslands errichten. Der Windpark soll in der Nähe von Minsk entstehen. Ein Investitionsvertrag zwischen Weißrussland und Enertrag wurde bereits unterzeichnet.

Als Voraussetzung für die Großinvestition hatten Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck und Weißrunsslands Premierminister Sergej Sidorski zuvor die Zusammenarbeit von Brandenburg und Weißrussland auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien vereinbart.

Mit dem Großauftrag sind auch die Hoffnung auf mehr Arbeitsplätze in der Uckermark verbunden. Planung und Betreuung des Windparks sollen von Dauerthal bei Prenzlau aus erfolgen.

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Das Modul S 18 der aleo solar AG ist von der Zeitschrift „Öko-Test“ mit dem Gesamturteil „sehr gut“ ausgezeichnet worden. Das Modul zählt damit zu den vier Testsiegern. Insgesamt wurden 15 Photovoltaik- Module getestet. Damit, so der designierte Vertriebsvorstand Norbert Schlesinger bei aleo solar, werde erneut bestätigt, dass die Firma erstklassige Module fertigt.

Bereits 2006 war ein aleo-Modul Testsieger bei der Stiftung Warentest geworden und erhielt die Bestnote 1,9. Insbesondere bei Stromerzeugung, Haltbarkeit und Sicherheit gab es hervorragende Noten für das aleo-Produkt. Geprüft wurden Solarmodule von 15 verschiedenen Herstellern (Ausgabe 5/2006). Auch eine Studie der Fachhochschule Flensburg weist die Ertragsstärke der aleo-Module nach: Auf einer Versuchsanlage der Stadtwerke Flensburg wurden sieben verschiedene Markenmodule ein Jahr lang getestet. Ergebnis der wissenschaftlichen Studie: Das aleo-Modul S_16 erzielte mit Abstand die höchsten Stromerträge.

Über das Unternehmen

Die aleo solar AG produziert und vertreibt Premium-Solarmodule und ist Systemanbieter für den weltweiten Photovoltaik-Markt. Das im Jahr 2001 gegründete und seit 2006 börsennotierte Unternehmen beschäftigt aktuell 788 Mitarbeiter. Mit dem Stammwerk in Prenzlau und zwei weiteren Werken in Spanien und China verfügt die aleo solar-Gruppe über eine jährliche Produktionskapazität von 250 Megawatt. Das Unternehmen hat im Jahr 2009 einen Umsatz von 376,1 Millionen Euro erwirtschaftet.

Quelle: tval-Angermünde und aleo solar

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Nachdem langen hin und her, für und wieder wird nun in Gryfino an der Oder doch kein Atommeiler gebaut. Die Stadt die nur 60 km von der polnisch/uckermärkischen Grenze entfernt liegt, ist offensichtlich als Standort ausgeschieden. Nach Angaben einer polnischen Regierungssprecherin wird nun ein Standort nahe Danzig favorisiert. In der Liste der 28 Vorschläge, an denen der Nuklearreaktor gebaut werden könnte, fiel Gryfino abgeschlagen auf den 12. Platz zurück.

Das Aktionsbündnis “Atomkraftfrei leben in der Uckermark” will trotzdem weiter demonstrieren, da man sich unsicher sei ob diese Ankündigungen ernst genommen werden können. Polen will bis 2020 das erste Atomkraftwerk bauen und bis 2030 zwei weitere. Als Standorte für das zweite Atomkraftwerk wurden Orte nahe Poznan, Stolp an der Ostseeküste und ein zentraler Ort im Zentrum des Landes favorisiert.

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Die Linke hat mit dem Austieg aus der Braunkohleförderung in Brandenburg massiv Wahlwerbung betrieben. In den betroffenen Regionen im südlichen Brandenburg, sind über dieses Thema sogar einige Landtagsabgordnete in den Landtag gewählt worden.

In den Koalitionsverhandlungen mit der SPD ist die Linke allerdings eingeknickt. Die Braunkohle soll weiter abgebaut werden. Nach dem Willen der SPD soll damit auch die sogenannte CCS Technik eingeführt werden, die CO2 Depots unter der Erde vorsieht. Hinzu kommt, dass mindestens fünf Ortschaften dem Bergbau zum Opfer fallen.

An der Basis der Linken, bei den Wählern und bei den Naturschützverbänden breitet sich der Unmut über das einknicken bei den Verhandlungen aus. Campact und brandenburger Naturschutzverbände haben in Zuge dessen einen email Protesaktion eingerichtet.

Hier geht es zu Protestemail

Hier hier gibt es mehr Diskussion zum Thema

Hier geht es zum Koalitionsvertra-Entwurf

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