Das ist die Rechnung, die die rot/rote Regierung in Brandenburg aufgemacht hat. Ab August führt sie das Schüler-Bafög wieder ein. Auch für Schüler, die noch bei ihren Eltern wohnen. Zum Kreis der Bezuschussten gehören vor allem Jugendliche aus einkommensschwachen Familien. Von den zusätzlichen 50 bis 100 Euro sollen die Kosten für z.B. Bücher, Computer, ausserschulische Kurse übernommen werden. Das Geld soll pauschal gezahlt werden, eine Überprüfung der Verwendung der Gelder soll nicht erfolgen. Die Koalitaion will damit erreichen, dass mehr Jugendliche aus einkommensschwachen Familien ein Abitur machen. Bildung soll nicht allein vom Einkommen abhängig sein. Unklar ist jedoch, ob diese zusätzlichen Leistungen vom ALG II anrechnungsfrei bleiben. Wäre dem nicht so, würde der Effekt vor allem bei den Einkommensschwächsten verpuffen. Hier muss die Reform der Hartz-IV Regelsätze abgewartet werden. Würden die Kosten für Bildung in den Bedarfssatz eingerechnet, wäre die Maßnahme ein Eigentor bzw. die brandenburgische Regierung müsste nachbessern. Es bleibt abzuwarten ob es sinnvoll ist, Geldanreize für den Besuch einer weiterführende Schule zu setzen. Die Eigenmotivation sollte eigentlich stark genug sein, gerade bei schlechterer Einkommenssituation der Eltern. Sinnvoller wäre es, das Geld in die bessere Ausstattung der Schulen zu investieren, denn diese ist vielfach unzureichend. Das hat zur Folge, dass Eltern den Schulbesuch ihrer Kinder bezuschussen müssen und damit das Einkommen über den Lernerfolg entscheidet. Den Unterricht durch private Mittel und damit letztlich über das Bafög zu bezuschussen, kann aber nicht politisches Ziel sein. In der Schule selbst (bereits in der Grundschule), sollte die Chancengleichheit für alle Schüler durch die entsprechende Ausstattatung auch mit Personal gewährleistet werden. Dann steigt auch die Motivation der Jugendlichen eine weiterführende Schule zu besuchen. Auch wenn Bildung einen enormen Einfluss auf das soziale gesellschaftliche Gefüge hat, ist es nicht richtig Bildung der Sozialpolitik zu überlassen. Damit schwächen wir die Bildung, ohne im Gegenzu zu wissen, ob die Anreize auch bei der Zielgruppe in dem gewünschtem Maße ankommen.
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Die Fachhochschule in Eberswalde in der Tradition der Forstlehranstalt, besteht seit 180 Jahren. Nun wurde die Fachhochschule umbenannt und dem Programm angepasst, Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde, kurz HNE. “Mit der Spezialisierung auf das Thema Nachhaltigkeit erfüllt Eberswalde eine wichtige Funktion und bereichert Brandenburgs Hochschullandschaft um ein wichtiges Markenzeichen”, so die brandenburgische Wissenschaftsministerin Martina Münch zum Festakt anlässlich Umbenennung am 26.März. 18 Jahre nach der Gründung ist die Fachhochschule etabliert. Egal, ob Wirtschaft, Ökolandbau oder Tourismus – Nachhaltigkeit spielt in den Studiengängen eine zentrale Rolle. Noch wichtiger als das grüne Profil bei der Namensgebung ist aber womöglich der Wegfall der Vorsilbe. Im Ausland ist “Fachhochschule” kein Begriff. So erhofft man sich durch die Umbenennung einfachere Wege bei internationalen Kooperationen. Quelle: moz.de
Martina Münch dazu: “Innovative Unternehmensgründungen sind von immenser struktureller Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes wie Brandenburg, das noch immer einen zu geringen Anteil an Industrieunternehmen mit den entsprechenden Forschungs- und Entwicklungsabteilungen aufweist. Innovative Unternehmensgründungen und insbesondere Gründungen aus der Wissenschaft können zum Motor für Wachstum und Beschäftigung in der Region werden“.
Zum September diesen Jahres wird die Freie Schule Angermünde ihren Grundschulbetrieb um eine Sekundarstufe erweitern. Hier soll Kindern von Klasse 7-10 eine Alternative zu den staatlichen Schulen geboten werden.
Fördermitteldatenbank
13. Mai, 2009 von Karsten
“Gefördert aus Mitteln des Landes Brandenburg”. Diesen Satz liest man ab und zu und manchmal stellt sich die Frage: “Kann das, was ich selbst vorhabe, auch gefördert werden?”
Fünf Jahre hat der Lebensgarten Templin e.V. nach einem geeigneten Objekt für sein Wohnprojekt gesucht und glaubte es schließlich gefunden zu haben. Aus der Gewerberuine in der Dagersdorfer Straße sollte eine moderne und innovative Wohnanlage entstehen, zu der auch Schule, Kita, ruhige Werkstätten, Gärten und Kultureinrichtungen gehören sollten. Für den Verein sind vor allem der Ansatz der Ganzheitlichkeit und das Miteinander der Generationen wichtig. 2008 erhielt die Projektkonzeption sogar den mit den 10 000 Euro dotierten Preis “Soziale Innovationen” der Schweisfurth-Stiftung.
Neues zum ehemaligen
Joachimsthalschen Gymnasium in Templin – Schulkonzept den brandenburgischen Bildungsministern vorgestellt
5. Mai, 2009 von Arlette
Erneut hat es im brandenburgischen Bildungsministerium ein Gespräch über die Nutzung des ehemaligen Joachimsthalschen Gymnasiums für Bildungszwecke gegeben. Thomas Dahnke, stellvertretender Schulleiter von Schulpforta, Projektentwicklerin Astrid Jordan sowie Bürgermeister Ulrich Schoeneich stellten dabei das Konzept einer Internatsschule in freier Trägerschaft vor, informierte Fachbereichsleiterin Ursula Heise die Stadtverordneten auf ihrer jüngsten Sitzung. Zustande gekommen sei das Gespräch durch den CDU-Landtagsabgeordneten Alard von Arnim. Thomas Dahnke habe seine Idee dem Eigentümer der Immobilie, Christian Kolbe, zur Verfügung gestellt, so Ursula Heise. Dessen BIT GmbH trete als Träger und Antragsteller für das Schulprojekt auf. Bildungsminister Holger Rupprecht bezeichnete das Konzept als interessant für Brandenburg. Direkte Hilfe beim Aufbau könne das Land nicht leisten, aber Unterstützung geben, wenn die Schule existiere. Quelle: Uckermark Kurier vom 05.05.2008
Während die Schulen in öffentlicher Trägerschaft händeringend um Schülerzahlen kämpfen, bauen die freien Schulen in der Uckermark ihr Angebot aus.
Schüler steigen im Wert
8. Feb, 2009 von Ariane
Kinder werden knapper, ganz besonders in Brandenburg. Der Wettbewerb um die vorhandenen Kinder ist im vollen Gang. Nachdem bereits viele Schulstandorte im ländlichen Brandenburgs geschlossen werden mussten, kämpfen die übrig gebliebenen darum, ihre Schülerzahlen zu halten.

In die Bemühungen im ehemaligen Joachimsthalschen Gymnasium wieder eine Schule zu etablieren, gerät Bewegung.
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