Heute wurde der neue Landrat durch den Kreistag der Uckermark gewählt. Auch wenn der Weg bis dahin voller Überaschungen und Wendungen war, am Ende blieb die Überraschung leider aus.
Zum Schlagwort: Frank Bretsch.
Landratswahl in der Uckermark wir erinnern uns:
* Stand Frühjahr 2009, der Landrat wird noch 2009 durch den Kreistag gewählt.
* Sommer 2009 der Kreistag entscheidet, der Landrat wird direkt durch die Uckermärker gewählt, dann aber erst 2010….
Zwei Tage nach der gescheiterten Landratswahl ist die Nachlese im vollen Gang. Bei den Wählern gehen die Meinungen zum Ausgang ebenso auseinander wie bei den Parteien. Im Zusammenhang mit der erfolgreichen Bürgerinitiative Ende letzten Jahres, die diese Direktwahl erst möglich machte und der nun doch zu geringen Wahlbeteiligung, ist eine Einschätzung tatsächlich schwierig. Auffallend sind darüber hinaus die regionalen Unterschiede bei der Wahlbeteiligung. Offensichtlich konnten die Schwedter mit einer Wahlbeteiligung von ca. 13 Prozent deutlich weniger mit der Wahl bzw. den Kandidaten etwas anfangen, als z.B. die Templiner. Hier lag die Wahlbeteiligung bei gleichzeitig stattfindender Bürgermeisterwahl bei ca. 40 Prozent. Hans Peter Goetz Fraktionschef der FDP im Landtag verteidigt trotz des Scheiterns die Direktwahl: “Wer das Ergebnis zum Anlass nimmt, die Direktwahl wieder abschaffen zu wollen, der müsste auch die Europawahlen abschaffen, dort war die Wahlbeteiligung deutlich geringer.” Während sein Parteikollege Gerd Regler auf Landkreisebene, als einer der schärfsten Gegner der Direktwahl, meint: “Die Wähler haben entschieden, dass der Kreistag bestimmen soll, wer Landrat wird. Letztendlich ist der Kreistag in seiner Rolle gestärkt worden. Und das ist gut so”. Was will die FDP denn nun? Die ehemalige Kandidatin der CDU Karina Dörk, konnte man dazu bisher noch nicht hören, dafür aber, wie zu erwarten Herrn Wichmann von der CDU. Wichmann meint, das Bürgervotum sei nich automatisch auf den Kreistag zu übertragen, hier gelten andere Auswahlkriterien. Klemens Schmitz (parteilos) und Roland Resch (parteilos), beide Kandidaten der Stichwahl, haben bereits am Sonntagabend erklärt, dass sie sich der Wahl durch den Kreistag zur Verfügung stellen werden. Schmitz meinte dazu: “An den beiden Spitzenkandidaten Roland Resch und Klemens Schmitz wird der auch der Kreistag nicht vorbeigehen können.” Die SPD wird zunächst erst intern beraten, wie sie mit dem Ergebnis umgeht und ob Frank Bretsch wieder als Kandidat zur Verfügung steht: “Wir brauchen einen Landrat und einen Wirtschaftsdezernenten, die von einer gewissen Unabhängigkeit geprägt sind”, so Uwe Neumann, stellvertretender Fraktionschef. Die Grünen und Linken stehen weiter hinter ihrem Kandidaten Roland Resch, der seine [...]
Bereits jetzt ist sichtbar: mehr als 18.000 Unterzeichner/innen des Bürgerbegehrens Uckermark haben die politische Landschaft der Uckermark zum Guten verändert. Wir haben durch unsere Initiative nicht nur den Verlauf der Landratswahlen entscheidend geprägt, sondern auch die demokratische Streitkultur positiv beeinflusst: große Parteien und deren Vertreter mussten sich für ihr grundlegendes Fehlverhalten rechtfertigen und dieses im Ergebnis öffentlich korrigieren.

Nach der erfolgreichen Bürgerinitiative “Ich wähle meinen Landrat selbst”, haben am 28.Februar die Uckermärker die Möglichkeit ihren Landrat direkt zu wählen. Vier Kandidaten stellen sich der Direktwahl, der parteilose Amtsinhaber Klemens Schmitz, die Kandidatin der CDU Karina Doerk, der ehemalige Landesminister und Landrat Roland Resch und Frank Bretsch als Kandidat der SPD. Damit die Landratswahl erfolgreich sein kann, muss ein Kandidat mindestens 15 Prozent der Wählerstimmen auf sich vereinigen. Gelingt dies nicht, so wird der Landrat doch wieder durch den Kreistag bestimmt. Daher ist es um so wichtiger, das ein aktiver Wahlkampf geführt, in dem die Wähler möglichst viel über die Kandidaten erfahren. Wir haben Frank Bretsch zu seiner Kandidatur befragt.
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