Ein kurzer Artikel zur Bevölkerungsentwicklung in der Uckermark war heute in der Regionalzeitung eingestellt. Er gibt die Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung bis 2030 der Strukturprognose des Landes Brandenburg wieder. Offensichtlich müssen die Sommerlöcher gefüllt werden, denn die Daten sind schon von Mai diesen Jahres.
Zum Schlagwort: Jugend.
Die Lehrlinge gehen aus
20. Jul, 2010 von ZiBeV
Zum ersten mal seit der Wende gibt es mehr Ausbildungsplätze als Lehrlinge in der Region. Der Wendepunkt den sich in den Neunzigern niemand vorstellen konnte, ist erreicht. Nach Auskunft der IHK und der Handwerkskammer trifft diese Entwicklung die Unternehmen härter als die Wirtschaftskrise. Seit 1.Juli sind allein im Handwerk in Brandenburg 1200 Stellen unbesetzt, ähnlich sieht es im Zuständigkeitsbereich der IHK aus.
Das ist die Rechnung, die die rot/rote Regierung in Brandenburg aufgemacht hat. Ab August führt sie das Schüler-Bafög wieder ein. Auch für Schüler, die noch bei ihren Eltern wohnen. Zum Kreis der Bezuschussten gehören vor allem Jugendliche aus einkommensschwachen Familien. Von den zusätzlichen 50 bis 100 Euro sollen die Kosten für z.B. Bücher, Computer, ausserschulische Kurse übernommen werden. Das Geld soll pauschal gezahlt werden, eine Überprüfung der Verwendung der Gelder soll nicht erfolgen. Die Koalitaion will damit erreichen, dass mehr Jugendliche aus einkommensschwachen Familien ein Abitur machen. Bildung soll nicht allein vom Einkommen abhängig sein. Unklar ist jedoch, ob diese zusätzlichen Leistungen vom ALG II anrechnungsfrei bleiben. Wäre dem nicht so, würde der Effekt vor allem bei den Einkommensschwächsten verpuffen. Hier muss die Reform der Hartz-IV Regelsätze abgewartet werden. Würden die Kosten für Bildung in den Bedarfssatz eingerechnet, wäre die Maßnahme ein Eigentor bzw. die brandenburgische Regierung müsste nachbessern. Es bleibt abzuwarten ob es sinnvoll ist, Geldanreize für den Besuch einer weiterführende Schule zu setzen. Die Eigenmotivation sollte eigentlich stark genug sein, gerade bei schlechterer Einkommenssituation der Eltern. Sinnvoller wäre es, das Geld in die bessere Ausstattung der Schulen zu investieren, denn diese ist vielfach unzureichend. Das hat zur Folge, dass Eltern den Schulbesuch ihrer Kinder bezuschussen müssen und damit das Einkommen über den Lernerfolg entscheidet. Den Unterricht durch private Mittel und damit letztlich über das Bafög zu bezuschussen, kann aber nicht politisches Ziel sein. In der Schule selbst (bereits in der Grundschule), sollte die Chancengleichheit für alle Schüler durch die entsprechende Ausstattatung auch mit Personal gewährleistet werden. Dann steigt auch die Motivation der Jugendlichen eine weiterführende Schule zu besuchen. Auch wenn Bildung einen enormen Einfluss auf das soziale gesellschaftliche Gefüge hat, ist es nicht richtig Bildung der Sozialpolitik zu überlassen. Damit schwächen wir die Bildung, ohne im Gegenzu zu wissen, ob die Anreize auch bei der Zielgruppe in dem gewünschtem Maße ankommen.
Wie zufrieden sind junge Menschen in den brandenburger Mittelzentren? Eine aktuelle Studie zeigt, sie sind zwar heimatverbunden und haben bessere Chancen auf dem Arbeitsmark als noch vor einigen Jahren – ziehen aber trotzdem weg. Von Politik und Wirtschaft wird im Moment viel Optimusmus verbreitet, dass junge Menschen in der Zukunft nicht mehr abwandern werden, da bereits jetzt händeringend Fachkräfte auf dem heimischen Arbeitsmark gesucht würden. Die jungen Menschen hingegen sehen das nicht so. Offensichtlich sind die Berufschancen immer noch nicht ausreichend oder eben nicht alles im Leben. Denn die Zahlen sind weiterhin dramatisch. Zahlreiche junge Menschen, besonders die besser gebildeten zieht es fort aus Brandenburg – vor allem in den Westen und nach Berlin. Das geht aus einer vom Infrastruktruministerium und der Landesplanungesbehörde in Auftrag gegebenen Studie hervor. Insgesamt 2000 Schüler und Absolventen im Altern von 16 bis 30 Jahren hat das Berliner Institut für Stadtplanung und Infrastruktur (IfS) in den Städten Beeskow, Belzig, Eberswalde, Falkensse, Finsterwalde und Oranienburg zur Lebenszufriedenheit und Bindungskraft in den Mittelzentren befragt. Bemerkbar macht sich der fortzug vor allem in den berlinfernen Regionen wie der Lausitz, der Uckermark oder der Prignitz. In den Landkreisen rund um Berlin fällt der Verlust an 18 bis 30 -Jährigen weitaus geringer aus. An der Infrastruktur und an den inzwischen vielfach hergerichteten Städten liegt es jedenfalls nicht. Allein in den Jahren 2003-2008 ergibt die Bilanz der Fort- und Zuzüge in dieser Altersgruppe ein jährliches Minus von 11 000. Die Studie bestätigt, dass viele Jugendliche sehr heimatverbunden sind, aber langfristig keine Perspektive für sich in der Region sehen. Auch die zu niedrigen Löhne werden angeführt. Das gilt besonders für Abiturienten, nur rund ein Viertel von ihnen sind sogenannte “Dableiber”. Gerade junge Frauen kehren nach der Ausbildung oder dem Studium seltener zurück als Männer. Die jungen Frauen sind qualitätsorientierter, sie streben stärker nach Aufstieg und wollen Perspektiven sehen. Nach Auskunft der Autoren der Studie, finden sie in den Betrieben und Hochschulen jedoch nicht das was sie suchen – gemeint sind [...]
Jugend.Macht.Politik
12. Apr, 2010 von ZiBeV
Junge Leute für Politik zu interessieren, ihnen zu zeigen, dass man über parteipolitische Grenzen hinweg auf demokratischer Ebene gemeinsam etwas bewegen und sich für die Region engagieren kann, ist das Ziel des jetzt gegründeten Jugendpolitischen Bündnisses Uckermark “Jugend. Macht. Politik”. Andreas Meyer und Peter Engelmann von der Jungen Union, Axel Krumrey (Die Linke), die Jungen Liberalen Diana Flemming, Lars Gerulat und Sascha Lademann und Juso Florian Krenz stellten jetzt das Bündnis vor und riefen zur Beteiligung auf. Den Auftakt der gemeinsamen Aktionen soll die Beteiligung am diesjährigen Drachenbootfest in Prenzlau bilden. Dafür werden übrigens noch Sponsoren für die Bereitstellung von Shirts, bedruckt mit dem Logo des Bündnisses, gesucht. Axel Krumrey zu dem Bündnis: “Auf lokaler Ebene geht es um Sachthemen und es geht darum, das Interesse der Jugendlichen zu wecken.” Verschiedene Veranstaltungen sollen duchgeführt werden, um an die Gleichaltrigen heranzukommen, sie zu sensibilisieren. Jugendtalkrunden sind geplant; man will den Lehrern für Politische Bildung an den Schulen anbieten, in den Unterricht zu kommen und über die Arbeit des Bündnisses zu sprechen und man will Farbe bekennen, wenn es darum geht, sich gegen rechte Gedanken und Aktionen zu positionieren. “Es geht darum, erlebbar zu machen, dass man sich einbringen und mitgestalten kann”, sagt Lars Gerulat. Sprachrohr der Jugendlichen und Anlaufstelle für sie will das Bündnis sein. Interessenten, die sich informieren oder mitmachen wollen, können sich mit dem neuen Bündnis per E-Mail unter jugend_macht_politik@yahoo.de in Verbindung setzen. Quelle: www.nordkurier.de

