Auch wenn das Thema – Wessi Journalist fährt in die brandenburgische Provinz und findet nichts außer ein paar Rechtsradikale und andere Übriggebliebene – schon längst ausgetreten ist und nur in der Medienlogik stimmt, wollen wir den Beitrag von gestern Abend aus der Harald Schmidt Show der allgemeinen Öffentlichkeit nicht vorenthalten. Und abgesehen davon, die Kernaussage stimmt: Alkaida und Co. wird sich wohl nicht nach Templin verirren.
Vor acht (2002) Jahren hatte Andreas Dresen die Doku «Herr Wichmann von der CDU» produziert. Nun soll es eine Fortsetzung geben. Hauptdarsteller wird wieder der heute 33 Jahre alte Wichmann sein, der seit November 2009 dem Landtag angehört und mittlerweile Vater von drei Kindern ist.
In Dresens erstem Kinofilm mit Wichmann ließ sich der gebürtige Templiner während des Bundestagswahlkampfes 2002 in der Uckermark beobachten, in dem er sich – chancenlos – um ein Mandat in Berlin bewarb. Der bei der Berlinale 2003 gezeigte ebenso amüsante wie ein wenig melancholische Streifen «eroberte die Herzen des Publikums», wie ein Kritiker damals schrieb. Am Ende gewann erwartungsgemäß SPD- Kandidat Markus Meckel den Wahlkreis 57 (Uckermark – Barnim I) mit 49,3 Prozent der Zweitstimmen. Wichmann kam auf 21,3 Prozent.
Die rund ein Jahr dauernden Arbeiten für den vom RBB und dem Medienboard Berlin-Brandenburg unterstützten neuen Film sollen im September beginnen.
Man hört ja oft, daß man im Osten eher gottlose Menschen antrifft, aber dem ist eben nicht immer so. So hat in dem kleinen Templiner Flecken Schulzenfelde die Kirche des fliegenden Spaghettimonster Berlin/Brandenburg ihren Sitz.
Das Fliegende Spaghettimonster (englisch Flying Spaghetti Monster, kurz: FSM) ist die Gottheit einer im Juni 2005 vom US-amerikanischen Physiker Bobby Henderson gegründeten Religionsparodie, die den Namen Pastafarianismus trägt. Ihre „Glaubenslehre“ beabsichtigt eine reductio ad absurdum der Pseudowissenschaft Intelligent Design, die auf Betreiben der Intelligent-Design-Bewegung an Stelle der Evolution im Biologieunterricht mehrerer amerikanischer Schulbezirke gelehrt werden soll. Die „Mitglieder“ bezeichnen sich selbst als Pastafari.
Der Anlass für die Gründung dieser „Religion“ war die öffentliche Diskussion um die Unterrichtung von Intelligent Design an US-amerikanischen Schulen. Unter Verweis auf das – gerade auch von den Verfechtern des Intelligent Designs verwendete – Argument der Gleichberechtigung forderte Henderson in einem offenen Brief[1] an die Schulbehörde von Kansas, auch seine Glaubenslehre müsse wie die kreationistische im Unterricht vermittelt werden dürfen. Diese Forderung ist als Parodie zu verstehen und soll aufzeigen, dass religiöse Inhalte im Wissenschaftsunterricht nichts zu suchen haben, völlig ungeachtet des persönlichen Glaubens.
Die Kirche gibt es in Templin offensichtlich auch schon seit 2005. Sie existiert laut Impressum des blogs (auf den ich ein Blick nur empfehlen kann) als gemeinnütziger eingetragener Verein.